Erste verabschiedet sich mit würde aus der Landesklasse

Im letzten Punktspiel der Saison traf man im heimischen Jugendstadion an der Vogelweid auf den Aufstiegsaspiranten BSC Rapid Chemnitz. Vor mehr als 600 Zuschauer entwickelte sich von Beginn an ein rassiges Stadtderby, in dem sich beide Teams nichts schenkten.

Vor allem unser Team zeigte noch einmal eine ganz starke Leistung. Trotzdem gewann am Ende der BSC Rapid Chemnitz mit 3:1, der damit in die Landesliga Sachsen aufstieg.  Unser Team musste dagegen den Abstieg aus der Landesklasse hinnehmen.

Bericht aus der Freien Presse:

Um 16.44 Uhr gab es gestern im IFA-Jugendstadion an der Vogelweid kein Halten mehr. Die Gäste vom BSC Rapid starteten nach dem 3:1 (2:1)-Erfolg mit ihren Anhängern die grün-weiße Aufstiegsparty in die Landesliga. Später ging es mit dem Kremser quer durch die Stadt zur Fete beim Hauptsponsor.

Besonders für Trainer Thomas Schreyer war der Erfolg sehr emotional. Schon 1997 war er mit dem Vereinsvorgänger BSC Altchemnitz - damals noch als Spieler - in die Landesliga aufgestiegen. Danach blieb er dem BSC Rapid treu und hat nun nach zwölf Jahren in der Bezirksliga/Landesklasse wieder den Sprung nach oben geschafft. "Die Mannschaft hat es verdient. Es ist ein idealer Zeitpunkt, da unser neuer Kunstrasen fertig wird, so Schreyer, der die Leistung seines Teams hervorhob: "Besonderen Anteil hat auch mein Co-Trainer Jörg Otto-Hartling, der nach seiner Rückkehr ein Riesenengagement gezeigt hat." Der Coach kündigte an, dass man die Spieler der Aufstiegs-Mannschaft auch in der höheren Klasse einsetzen und das Team nur punktuell verstärken wolle. Ziel sei der Klassenerhalt.

Dem widersprechen die Spieler etwas. David Demmler, der das 1:0 markierte, sagte: "Wir wollen im Mittelfeld mitspielen." Er atmete nach der Partie erst einmal kräftig durch: "IFA hat alles gegeben und uns nichts geschenkt. Den Druck hat man uns auch angemerkt." Kapitän Markus Vettermann steuerte das wichtige 3:1 bei: "Wir haben den Gegner nie unterschätzt. Ein Derby ist immer eklig. Aber die Begegnung war nicht unfair." Rapid hatte es sich selbst schwer gemacht. Nach dem 1:0 (17.) vergab Benjamin Demmler einen Foulelfmeter. IFA kam besser ins Spiel und machte den verdienten Ausgleich durch Moritz Limmer (38.). Noch vor der Pause verwandelte Marcus Jazwinski einen Freistoß aus 25 Metern. Für Beruhigung bei den Kappelern sorgte dann Vettermann (67.). IFA-Trainer René Wagner meinte: "Der Rahmen war würdig. Der Sieg für Kappel geht in Ordnung. Nach dem 1:1 sind sie kurzzeitig aus dem Tritt gekommen."